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Projekt "Monitoring" (2011-2013)

Projektleitung: Sieglinde Rosenberger

 

Projektbeteiligte: Oliver Gruber, Teresa Peintinger, Anna Strauss, Philipp Lindner, Astrid Mattes

 

Projektlaufzeit: 2011 - 2013

 

Die Einrichtung des Staatssekretariats für Integration im April 2011 gilt als Weichenstellung in der Geschichte österreichischer Integrationspolitik. Diese Institutionalisierung auf bundespolitischer Ebene war zwar schon lange gefordert worden, dennoch löste die Regierungsentscheidung Kontroversen um die Verortung (im Bundesministerium für Inneres) und Personalbesetzung (Ernennung eines integrationspolitisch nicht ausgewiesenen Jungpolitikers zum Staatssekretär) aus. Seither wurden von Seiten des Staatssekretariats zum Leitmotiv „Integration durch Leistung“ eine Reihe neuer Forderungen artikuliert und Maßnahmen in Aussicht gestellt. Wenn wir davon ausgehen, dass mit dem Sprechen über Integration und integrationspolitische Maßnahmen auch Impulse für politisches Handeln, wie z.B. für die Gesetzgebung initiiert werden, dann sind die verbalen Aktivitäten des Integrationsstaatssekretariats von besonderem Interesse für die zukünftige Entwicklung des Politikfeldes Integration.

 

Das vorliegende Projekt knüpft an diese Überlegungen an und beobachtet den Prozess der Institutionalisierung und Positionierung des Staatssekretariats für Integration: Aufbauend auf konzeptuelle Literatur zur Dimensionierung staatlicher Integrationspolitik werden auf Basis eines laufenden Monitorings Aktivitäten, Narrationen und Forderungen des neuen Akteurs analysiert. Empirische Grundlage hierfür sind Textmaterialien der Öffentlichkeitsarbeit des Staatssekretariats (Webauftritt, Presseaussendungen) sowie die Medienpräsenz in zwei österreichischen Tageszeitungen (Der Standard, Die Presse) seit April 2011. Problemdeutungen und Lösungsperspektiven des Staatssekretariats werden darin zu einem systematischen Handlungsbild des neuen Akteurs verbunden. Im Zentrum des Forschungsinteresses steht die Frage, ob die Institutionalisierung der Integrationspolitik auf Bundesebene auch einen Wandel im politischen Selbstverständnis hin zu aktiven, verantwortungsvollen Gestaltung von Integration zur Folge hat.

 

Die ersten Ergebnisse des Monitoring-Projekts (April 2011 - März 2012) wurden am 17. April 2012 im Rahmen der Tagung

 

Integration gestalten/verwalten. Ein Jahr Staatssekretariat für Integration

 

präsentiert.

 

Programm

 

 

Medienberichte zur Veranstaltung: Furche-DOSSIER, 26.April 2012: Wer gestaltet Integration?

 

Die Presse, 17.April 2012: Integration: Kurz unter Beobachtung

 

 

Eine Kurzfassung der Forschungsergebnisse gibt es hier zum Download: Integrationspolitik als Regierungspolitik. Das Staatssekretariat für Integration im Monitoring

 

 

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